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Alternativen zur Gehaltserhöhung
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Alternativen zur Gehaltserhöhung

Mit einer attraktiven Gestaltung des Gehalts ist es Unternehmern möglich, sich einen Vorteil bei der Suche nach fähigen Mitarbeitern zu verschaffen. Neben festgelegten Lohnerhöhungen, einem hohen Urlaubsanspruch sowie Prämienzahlungen können auch ein Dienstfahrzeug, Sachwerte oder betriebliche Altersvorsorge überzeugend wirken. Die Möglichkeiten für die Lohngestaltung ist vom Gesetzgeber jedoch genau geregelt, kann aber auch für den Arbeitgeber Vorteile bringen.

Pkw-Kosten sparen
Eine weit verbreitete Alternative zu einem höheren Gehalt stellt die Überlassung eines Firmenfahrzeugs dar. Der Arbeitnehmer darf dieses für Fahrten zur Arbeit oder für Dienstreisen kostenfrei nutzen. Anschaffungskosten, Wartung, Reparaturen, Kauf von Winter- oder Sommerrädern sowie Tankfüllungen übernimmt der Arbeitgeber. Allerdings entsteht ein geldwerter Vorteil, wenn der Firmen-pkw für private Fahrten genutzt wird. Diese muss der Nutznießer gegenüber dem Finanzamt versteuern. Dazu muss entweder ein Fahrtenbuch geführt werden oder die sogenannte 1%-Regelung angewandt werden. Vom Bruttolistenpreis muss dann monatlich 1 Prozent versteuert werden.
Eine umweltschonende Alternative zum Firmenwagen ist das Firmen-E-Bike. Die private Nutzung bringt auch dabei einen geldwerten Vorteil und muss daher ebenso wie das Auto mit der 1%-Regelung versteuert werden. Allerdings kann der Arbeitnehmer das E-Bike beim Arbeitgeber auch leasen. Der Vorteil: Die Leasingrate wird vom Lohn abgezogen und verringert damit den zu versteuernden Betrag.

Möglichkeit zur materiellen Vergütung
Tankgutscheine, Prepaid-Kreditkarten, oder Handyguthaben sind weitere Varianten, mit denen der Arbeitgeber die Arbeitsleistung vergüten kann. Der Gesetzgeber erlaubt pro Jahr Sachwerte im Wert von 528 Euro. Dazu gehören auch Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, die einen Gesamtbetrag von 60 Euro nicht übersteigen dürfen.

Weitere Optionen:
– Rabatte auf unternehmenseigene Produkte: Ein Gesamtbetrag von 1.080 € darf nicht überschritten werden.
– Sogenannte Essenschecks: Diese können in Restaurants und Supermärkten eingelöst werden und empfehlen sich für kleinere Unternehmen, die keine eigene Kantine haben, in der die Mitarbeiter kostengünstig essen können.

Fürs Alter vorsorgen
Die Alterssicherung spielt für viele Angestellte eine wichtige Rolle, weshalb eine betriebliche Altersvorsorge eine attraktive Alternative zur Gehaltserhöhung darstellt. Bis zu 2.976 Euro können pro Jahr in die Alterssicherung fließen, ohne dass Arbeitgeber oder Arbeitnehmer Steuern oder Sozialabgaben zahlen müssen. Das ist vorteilhaft für beide Seiten. Darüber hinaus sind Verträge möglich, bei denen jährlich weitere 1.800 Euro angespart werden können. Eine genaue Aufstellung des gezahlten Lohns sowie der betrieblichen Altersvorsorge ermöglichen Lohnprogramme von beispielsweise Lexware. Auf diese Weise kann auch der Arbeitnehmer auf seiner Lohnabrechnung die Zahlungen genau nachvollziehen. Ob Pensionskasse, -fonds, Direktversicherung, Unterstützungskasse oder Direktzusage – der Arbeitgeber bestimmt, welche Variante der Alterssicherung genutzt wird.

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