Wie man Teams erfolgreich durch Change Prozesse führt | | Für Walter Kauffmann, Entwickler des BLOCK-Trainings, ist Veränderung die normalste Sache der Welt. Er hat zahlreiche Menschen mit seinen Methoden durch kleine wie große Change-Prozesse begleitet. „Viele Menschen haben Angst vor Veränderung“, sagt er, „dabei können Teams selbst an den größten Herausforderungen regelrecht Spaß haben.“ Hier verrät er fünf Grundregeln, mit denen Führungskräfte ihre Teams erfolgreich durch den Wandel führen können. |
1. Schaffen Sie Stabilität durch Selbstvertrauen Als Führungskraft sollten Sie Stabilität ausstrahlen, damit Ihr Team Sie als Ruhepol und Wegweiser empfindet. Wichtig ist, dass Sie sich selbst vertrauen können. Machen Sie sich Ihre eigenen Stärken bewusst, indem Sie sich schwierige Situationen in Erinnerung rufen, die Sie gemeistert haben. Vertrauen Sie auch darauf, dass Sie immer neue Möglichkeiten – egal in welcher Situation – entdecken werden. Unterstützen Sie Ihr Team dabei, die gleichen Erfahrungen zu machen. Stabil ist, wer die Ruhe behält, und Vertrauen in sich und andere hat. 2. Umarmen Sie Unerwünschtes Die größten Hemmnisse bei Veränderungen sind das Festhalten am Gewohnten und destruktive Einstellungen dem Neuen gegenüber. „Das haben wir schon immer so gemacht“, „das klappt niemals“ und „das kann ich nicht“ denken und sagen viele Mitarbeiter in Veränderungsprozessen. Mit dieser Einstellung ist der Wandel bereits gescheitert. Daher müssen Sie Ihr Team dazu bringen, Teil der Lösung sein zu wollen: Leben Sie Ihrem Team geballte Zuversicht und eine konstruktive Einstellung vor, „Yes, we can!“ Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Team mindestens drei positive Aspekte der „ungeliebten“ Situation. Nehmen Sie bewusst eine andere Perspektive ein, indem Sie sich und das Team fragen, wie die Kunden oder die Kollegen die Veränderung bewerten würden. Erkennen Sie das Unvermeidliche und akzeptieren Sie es. Bleiben Sie dennoch auf jeden Fall wach und konstruktiv-kritisch. Und machen Sie sich und anderen klar: Es ist nicht die schwierige Situation, sondern es ist Ihre Einstellung, die über Ihr Wohlbefinden entscheidet. 3. Begründen Sie die Veränderung Viele Führungskräfte erklären die Hintergründe von angestrebten Veränderungen nicht, weil sie meinen, es sei doch der Job der Angestellten, solche Änderungen mitzutragen. Oder sie setzen die Einsicht einfach voraus – es sei ja wohl klar, warum so gehandelt werden müsse. So sabotieren sie ihren Erfolg von Anfang an. Wenn Mitarbeitern erklärt wird, warum bestimmte Veränderungen notwendig sind, steigt die Bereitschaft zu kooperieren von 60% auf 94%, fand die Sozialpsychologin Ellen Langer heraus. Erklären Sie Ihren Angestellten also unbedingt die Beweggründe. 4. Formulieren Sie klare Ziele Kein Team kann sich verändern, wenn es nicht weiß, was von ihm erwartet wird. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter in den turbulenten Zeiten mit klar formulierten Zielen. Diktieren Sie die Ziele nicht, sondern nutzen Sie die Kreativität der Gruppe und erarbeiten Sie die Punkte gemeinsam. Nutzen Sie beispielsweise „SMARTe Ziele“ nach Greg Frost: spezifisch, messbar, angemessen, realistisch und terminiert. 5. Setzen Sie schrittweise um Machen Sie die Veränderung machbar. Nachdem das Team nun über Hintergründe informiert ist und seine Ziele genau kennt, muss der Weg festgelegt werden. Zerlegen Sie die Aufgaben gemeinsam mit den Teammitgliedern in kleinere, machbare Schritte. Sorgen Sie dafür, dass jeder die Möglichkeit bekommt, an der Veränderung teilzuhaben, in dem er seine Fähigkeiten einbringen kann. Menschen, die aufgrund von Veränderung im Unternehmen keine Orientierung, keine Leitbilder haben, sind gerade in der jetzigen Zeit verloren. Hier hängt viel vom Verhalten der Führungskräfte ab. Ein Team, das sich gegenseitig unterstützt, das Einsicht in das Vorgehen hat und kreativ an der Lösung der Herausforderungen arbeitet, wird mit Leistungsfreude erforderliche Maßnahmen mittragen und gestalten. Quelle: Hohenbrunner Akademie |