Ehrlich währt am längsten: Deutsche tricksen selten beim Lebenslauf
Doch weit gefehlt: Eine aktuelle Online-Umfrage des Karriereportals Monster ergab, dass sich 85 Prozent der Deutschen im Lebenslauf rein an die Fakten halten. Dagegen haben nur zehn Prozent der Befragten bei ihren Fremdsprachen- und PC-Kenntnissen zu dick aufgetragen und lediglich fünf Prozent der Umfrageteilnehmer haben ein Praktikum erfunden. Die Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick: Haben Sie schon einmal Ihren Lebenslauf aufgewertet? "Das Verhältnis zum Arbeitgeber sollte auf Vertrauen basieren. Von Lügen im Lebenslauf ist daher dringend abzuraten. Nicht selten kommt die Wahrheit irgendwann heraus und kann im schlimmsten Fall sogar ein möglicher Kündigungsgrund sein", so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. "Grundsätzlich ist der Wunsch vieler Bewerber, sich in bestem Licht zu präsentieren, durchaus nachzuvollziehen. Doch dafür gibt es bessere Wege: eine professionell gestaltete Bewerbungsmappe, eine gute Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch sowie ein überzeugendes Auftreten". Noch ehrlicher in Sachen Lebenslauf als die Deutschen sind die Nachbarn in Österreich und der Schweiz - ganze 87 Prozent der Österreicher und 86 Prozent der Schweizer lehnen falsche Angaben im Lebenslauf grundsätzlich ab. Was allerdings Computer- und Fremdsprachenkenntnisse angeht, mogeln in Österreich genau wie in Deutschland zehn Prozent der Befragten gerne mal ein wenig. Ehrlicher sind hier die Schweizer: Nur acht Prozent von ihnen neigen dazu, bei Fremdsprachen- und Computerkenntnissen etwas zu übertreiben. Anders verhält es sich allerdings beim Thema Praktikum: Während sechs Prozent der Schweizer schon mal ein Praktikum angegeben haben, das sie in Wirklichkeit nie absolviert haben, haben dies in Österreich gerade mal drei Prozent der Befragten gemacht. 4.997 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen vom 31. August bis zum 13. September 2009 an der Umfrage teil. Das Karriereportal Monster führt in regelmäßigen Abständen Befragungen auf lokalen und globalen Webseiten des Unternehmens zu Themen rund um Arbeitsplatz und Karriere durch. Diese Befragungen sind nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Meinung der Nutzer von Monster wider.
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