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Personal & Weiterbildung
Arbeitsumfeld und Zusatzleistungen wichtige Motivationsfaktoren für Arbeitnehmer

Nicht-monetäre Aspekte wie angenehme Kollegen, Work-Life-Balance sowie Respekt und Anerkennung durch Vorgesetzte spielen für deutsche Mitarbeiter eine immer größere Rolle. Auch  Zusatzleistungen gewinnen für die Mitarbeitermotivation immer mehr an Bedeutung - derzeit erhalten 15% einen Essenszuschuss. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage der forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, im Auftrag der Edenred Deutschland GmbH, einem Anbieter von Motivationslösungen für die Bereiche Personal, Marketing und Vertrieb.

Monetäre Vergütung wichtig, aber längst nicht alles

Nach wie vor ist die Relevanz der monetären Vergütung für die Motivation der Mitarbeiter in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Jedoch lässt sich beobachten, dass gerade nicht-monetäre Aspekte immer mehr an Bedeutung gewinnen: So geben 84% der Befragten an, dass angenehme Kollegen ihre Arbeitsmotivation stark steigern. Für 81% der deutschen Mitarbeiter ist die Work-Life-Balance ein wichtiger Motivationsfaktor, eine abwechslungsreiche Tätigkeit sowie Respekt und Anerkennung durch Vorgesetzte folgen auf der Motivationsskala (78% bzw. 77%). Auch Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb und flexible Arbeitszeiten wirken sich positiv auf ca. die Hälfte der Befragten aus (61% bzw. 59%).

Bei den Aspekten, die sich potenziell (stark) negativ auf die Arbeitsmotivation auswirken, werden besonders nicht-monetäre Faktoren wie ein unangenehmes Arbeitsumfeld bzw. unfreundliche Kollegen (77%) angeführt. Für fast 70% der deutschen Arbeitnehmer beeinträchtigt eine monotone und wenig abwechslungsreiche Tätigkeit ihre Arbeitsmotivation stark, gefolgt von einer zu geringen Vergütung (67%) und mangelnder Anerkennung durch die/den Vorgesetzte(n) (57%). Auch fehlende Weiterentwicklungsmöglichkeiten (42%), Zeitdruck (33%) und zu hohe Erwartungen von Vorgesetzen (26%) wirken sich negativ aus.

Essenszuschüsse nach monetären Zusatzleistungen am häufigsten

Tatsächlich erhalten 45% der Befragten ein 13. Monatsgehalt, 35% bekommen nach eigenen Angaben von ihrem Arbeitgeber Bonuszahlungen. 15% erhalten einen Essenszuschuss (hauseigene Kantine bzw. Essensgutscheine), gefolgt von einem Dienstwagen und Sachprämien (10%). Der Essenszuschuss in Form von Gutscheinen nimmt in vielen europäischen Ländern bereits einen wesentlichen Anteil der Zusatzleistungen ein. Aber auch in Deutschland, wo alleine über 1200 Firmen Ticket Restaurant-Essensgutscheine an Ihrer Mitarbeiter-innenverteilen, wächst der Markt der teilnehmenden Unternehmen weiter.

Wunsch nach mehr Anerkennung, Lob oder Wertschätzung

Auf die offene Frage, welche Maßnahmen der Arbeitgeber ergreifen könnte, um die Mitarbeitermotivation zu steigern, wünschen sich 17% der deutschen Mitarbeiter mehr Anerkennung, Lob oder Wertschätzung durch ihren Vorgesetzten. Immer häufiger greifen Unternehmen zur Anerkennung und Belohnung besonderer Leistungen ihrer Mitarbeiter auf innovative Lösungen zurück, wie zum Beispiel Shopping Karten. Der Geschäftsführer der Edenred Deutschland GmbH, Christian Aubry, sieht hier ein großes Potenzial. "Durch die neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs unterliegen Gutscheinen bis zu einem Wert von 44 bzw. 40 Euro nicht dem Lohnsteuerabzug. Gutscheine mit einem Geldbetrag können von Unternehmen an ihre Mitarbeiter im Rahmen der Freigrenze steuerfrei geschenkt werden."

Auch ältere Mitarbeiter noch motiviert

Die überwiegende Mehrheit (88%) der befragten Arbeitnehmer geht derzeit gerne bzw. sehr gerne zur Arbeit (54% bzw. 34%). Die weiblichen Mitarbeiterinnen erweisen sich als geringfügig stärker motiviert (87% Männer und 90% Frauen). Auch das Alter spielt bei der Frage nach der Motivation nur eine sehr geringe Rolle. In der Gruppe der 30 bis 44jährigen zeigen sich die meisten Befragten motiviert (92%), bei den Angestellten ab 60 Jahren sind es 82%. Für Christian Aubry, Geschäftsführer der Edenred Deutschland GmbH, ist die Tatsache, dass 82% der Mitarbeiter in Deutschland ab 60 Jahren immer noch gerne bzw. sehr gerne in die Arbeit gehen, ein wichtiges Argument in der Debatte über Fachkräftemangel in Deutschland. "Durch den demografischen Wandel wird das Ausscheiden ältere Mitarbeiter heutzutage nicht mehr als selbstverständlich gesehen - ganz im Gegenteil: Die Unternehmen wollen das Knowhow binden und investieren gezielt in die Motivation dieser Gruppe", so Christian Aubry. Eine differenzierte Betrachtung nach Ttigkeiten der Mitarbeiter zeigt, dass die Angestellten mit umfassenden Führungsaufgaben am stärksten motiviert (97%) sind. Das verarbeitende Gewerbe (Arbeiter) hingegen bildet mit 82% eine der insgesamt weniger motivierten Gruppen. Das Haushaltsnettoeinkommen scheint keinen direkten Einfluss auf die Motivation am Arbeitsplatz zu haben. Es zeigt sich jedoch eine Korrelation zwischen der Unternehmensgröße und der Mitarbeitermotivation: je kleiner das Unternehmen, desto größer die Motivation.

(*) Befragt wurden über 1.000 Arbeitnehmer ab 18 Jahren in Deutschland im Juni 2011.

Quelle: http://www.edenred.de/

 
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