Personal & WeiterbildungArbeitgeber-Attraktivität: Leistungsgerechte Bezahlung hat höchste Priorität
Dicht dahinter folgen erneut monetäre Merkmale wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgratifikation und betriebliche Altersvorsorge (durchschnittlich 85 Prozent). Als vergleichsweise nebensächlich werden die Kantine (45,5 Prozent) oder der Betriebskindergarten (42,3 Prozent) bewertet. Das ergab die repräsentative Befragung der orizon GmbH „Arbeitsmarkt 2011 – Perspektive der Arbeitnehmer“ vom Frühjahr 2011. Zeitarbeit hat ein reales Imageproblem in der deutschen Öffentlichkeit: Attribute, die einen Arbeitgeber attraktiv machen, werden der Zeitarbeit nicht zugetraut. Darüber, was einen Arbeitgeber attraktiv macht, sind sich deutsche Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren sehr einig: An erster Stelle steht die leistungsgerechte Bezahlung (97,6 Prozent). An zweiter Stelle folgt mit 91,4 Prozent die abwechslungsreiche Tätigkeit, arbeitgeberseitige Weiterbildungsangebote machen mit 85,9 Prozent Platz drei der Attraktivität aus. Dicht dahinter folgen erneut monetäre Merkmale wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgratifikation und betriebliche Altersvorsorge (durchschnittlich 85 Prozent). Als vergleichsweise nebensächlich werden die Kantine (45,5 Prozent) oder der Betriebskindergarten (42,3 Prozent) bewertet. Das ergab die repräsentative Befragung der orizon GmbH „Arbeitsmarkt 2011 – Perspektive der Arbeitnehmer“ vom Frühjahr 2011. Zeitarbeit hat ein reales Imageproblem in der deutschen Öffentlichkeit: Attribute, die einen Arbeitgeber attraktiv machen, werden der Zeitarbeit nicht zugetraut. Klischee vom „Arbeitgeber zweiter Klasse“ basiert auf falschen Vermutungen Befragt, welche dieser Leistungen Arbeitnehmer von einem Personaldienstleister erwarten, sehen die Ergebnisse genau umgekehrt aus: Durchschnittlich rechnen nur 12 Prozent der Befragten damit, dass Personaldienstleister Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder Weihnachtsgratifikationen anbieten. Lediglich 4,3 Prozent trauen der Branche eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu. „Mit diesen Ergebnissen hat die Branche tatsächlich ein Thema. Alle genannten Punkte sind für uns und etliche andere namhafte Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland eine absolute Selbstverständlichkeit“, sagt Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer der orizon GmbH. „Betrachten Sie die aktuelle Diskussion über Equal Pay: Viele Tatsachen werden einfach nicht angesprochen. Im gut qualifizierten Bereich ist Equal Pay bereits heute Gang und Gäbe, weil auch Personaldienstleister ein ganz natürliches Interesse daran haben, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und an das eigene Unternehmen zu binden“, führt Traub aus. Arbeitsmarkt im Wandel Als positiv für die Branche insgesamt und gleichfalls als tatsächlich realistisch, schätzt der Geschäftsführer das Bewusstsein der Arbeitnehmer ein, dass Zeitarbeit abwechselungsreiche Tätigkeiten bietet (46,7 Prozent) sowie zur Reintegration in den Arbeitsmarkt beiträgt (43,1 Prozent). „Auch das findet in der öffentlichen Diskussion nicht ausreichend Berücksichtigung“, sagt Dr. Traub. In Deutschland habe sich ein hoch spezialisierter Arbeitsmarkt entwickelt. Für sehr viele Menschen, die längere Zeit arbeitslos waren, deren Ausbildung nicht mehr den Anforderungen der offenen Stellen entspricht oder bei denen andere Vermittlungshemmnisse bestehen, sei Zeitarbeit die Chance, zurück in den Job zu finden. „Parallel geht die Industrie, gerade im Bereich Research and Development, mehr und mehr dazuüber, Spezialisten im Rahmen von Projektverträgen anzustellen – und genau das leistet die Zeitarbeit. Flexibilität für die Unternehmen und die Sicherheit der Festanstellung inklusive der kompletten sozialen Absicherung für den Arbeitnehmer“, so der Geschäftsführer. Quelle: orizon GmbH |




