Management & ControllingÜberweisungen: Frühzeitig auf IBAN und BIC umstellen
Nationale Zahlverfahren sind ein Auslaufmodell. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass das deutsche Überweisungsverfahren voraussichtlich im Februar 2013 ausläuft. Ein weiteres Jahr später sollen auch Lastschriften allein im SEPA-Verfahren möglich sein. Nach Auffassung des BVBC sollten mittelständische Firmen dem Vorbild vieler Großunternehmen folgen und die SEPA-Thematik nicht auf die lange Bank schieben. Ohnehin werden grenzüberschreitende Zahlungsströme auch für kleine und mittelgroße Unternehmen zur Normalität. Mit einheitlichen Zahlungsverkehrsroutinen lassen sich deutliche Zeit- und Kostenvorteile im Finanz- und Rechnungswesen erzielen. Was ist bei der Umstellung zu beachten? "Firmen sollten ihre Buchhaltungs- und Überweisungssysteme frühzeitig aktualisieren", empfiehlt Bilanzbuchhalterin Adelgunde Schmitt vom BVBC-Landesverband Bayern, die Unternehmen in Fragen der Betriebsorganisation berät. Eine systemgestützte Umwandlung von Bankdaten ins neue Format gelingt nicht immer fehlerfrei. Während die IBAN hierzulande 22 Stellen umfasst, variiert sie je nach Land zwischen 16 und 31 Stellen. "SEPA-Konverter haben mitunter Probleme mit den unterschiedlichen IBAN-Längen", warnt BVBC-Expertin Schmitt. Sicherheitshalber sollten Unternehmen alle buchhalterisch relevanten Stammdaten direkt mit ihren Kunden abstimmen. Positiver Nebeneffekt: Der Datenabgleich lässt sich zur persönlichen Kontaktpflege nutzen. Auf diese Weise reduzieren Unternehmen auch die Gefahr von Falschüberweisungen. Denn Kreditinstitute gleichen die Identität von Zahlungsempfänger und Bankdaten nicht mehr ab. In jedem Fall sollten Finanzverantwortliche ausgehende SEPA-Überweisungen in der Startphase besonders gründlich prüfen. BVBC-Tipp: Wer für die SEPA-Umstellung einen Vorlauf von mindestens sechs Monaten einplant, kann mögliche Stolpersteine sicher erkennen und beheben. Quelle: Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) |




