Management & ControllingKfW-Studie: Deutscher Mittelstand nutzt Globalisierungschancen
Unternehmen, die ihre Waren oder Dienstleistungen ins Ausland exportieren, konnten die dort erzielten Umsätze im Jahr 2010 auf durchschnittlich 26,5 % steigern (2009: 22,5 %, 2008: 23,0 %). Dabei ist Europa und vor allem die Eurozone nach wie vor die wichtigste Absatzregion: 96 % dieser Unternehmen exportieren in Länder der Eurozone. Die auslandsorientierten Mittelständler achten in ihrer Geschäftsstrategie jedoch auf Risiken, insbesondere auf mögliche Folgen der Staatsschuldenkrise in der Europeripherie: Insgesamt ergreift mehr als die Hälfte der Unternehmen Maßnahmen zur Absicherung, Diversifikation und Vermeidung von Risiken. "Die auslandsaktiven Mittelständler beobachten die wirtschaftliche Entwicklung sehr genau. Doch die Chancen überwiegen: Diese Unternehmen bewerten ihre mittelfristigen Geschäftserwartungen bis 2012 signifikant optimistischer als binnenorientierte Mittelständler", sagt Dr. Irsch. Auf Basis der Planzahlen der Unternehmen ist zu erwarten, dass im Jahr 2011 der Exportumsatzanteil noch einmal deutlich steigt - auf dann 29,1 %. Die Erschließung neuer Absatzmärkte (66 %) und Bezugsquellen (49%) waren laut Studie die wesentlichen Motive, warum Mittelständler international agieren. Darüber hinaus nannten 34 % von ihnen den "Zugang zu Wissen" und 23 % "qualifizierte Mitarbeiter" als Gründe für den Schritt über Deutschlands Grenzen hinaus; für 9 % sind zudem "günstige Arbeitskräfte" ein Grund. Die Verlagerung von Produktionen ins Ausland spielte dagegen kaum eine Rolle (4 %). Die KfW Bankengruppe hat für die Studie "Mittelständler nutzen Globalisierungschancen" im Januar 2011 mittelständische Unternehmen befragt. Rund 1.300 Unternehmen des export- und innovationsorientierten, größeren Mittelstands nahmen an der Befragung teil. Die Studie steht im Internet bereit unter: http://www.kfw.de/Akzente . |




