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Die E-Zigarette am Arbeitsplatz: Was sagt das Gesetz?
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Die E-Zigarette am Arbeitsplatz: Was sagt das Gesetz?

Das Rauchen am Arbeitsplatz ist längst Geschichte, doch in Form der E-Zigarette gibt es neues Konfliktpotenzial. Aus aktuellem Anlass im Folgenden der Blick auf die Gesetzeslage, die recht eindeutig formuliert ist und damit für Klarheit sorgt.

E-Zigarette fällt nicht unter Rauchergesetze

Laut jetzigem Stand der Wissenschaft wird bei der E-Zigarette wird kein Tabak verbrannt und es entsteht kein schädlicher Qualm. Diese Tatsache ist bereits ausreichend, damit die E-Zigarette nicht unter das Rauchverbot fällt. Und das gilt auch am Arbeitsplatz: Dampfen ist dort grundsätzlich erlaubt, da es Personen in der Umgebung nicht schädigt. Auch die Arbeitsstättenverordnung und das Arbeitsschutzgesetz lassen keinen Spielraum für anderslautende Reglungen.

Für Arbeitgeber bedeutet das, dass sie die E-Zigarette nicht einmal dann verbieten können, wenn die restliche Belegschaft es explizit wünscht. Persönliche Präferenzen sind in diesem Fall nämlich nicht von Belang. So klar die Gesetzeslage auch ist, sind Konflikte, die daraus resultieren, keine Seltenheit. Die große Akzeptanz gegenüber neuen Technologien scheint beim Thema E-Zigarette nämlich eine Ausnahme zu machen.

Dennoch gibt es bestimmte Situationen, in denen das Gesetz nicht greift. So kann die Nutzung der E-Zigarette untersagt werden, wenn sie die Berufsausübung einschränkt oder verhindert. Das einfachste Beispiel dafür sind Verkäufer in Lebensmittelgeschäften; auch ein Arzt im OP-Saal darf nicht zum Dampfer greifen, genau wie der Fitnesstrainer während des Spinning-Kurses.

Die Evolution des E-Marktes: Bremst das Gesetz die Szene aus?

Ein Großteil aller Jobs sind allerdings Bürojobs – und dort steht der E-Zigarette grundsätzlich nichts im Wege. Der Erfolgszug der E-Zigarette wird aktuell also noch vom Gesetz gestützt und das wachsende Sortiment zeigt, wie breit die Branche inzwischen aufgestellt ist. Tatsächlich hat sich das einst exotisch anmutende Themenfeld zu einem Trendmarkt entwickelt, der auch Laien und Einsteiger anspricht. Günstige Einsteiger-Sets, fortgeschrittene Geräte mit Einstellungsmöglichkeiten und kunstvolle Box-Mods machen deutlich, dass die E-Zigarette in Deutschland angekommen ist.

Ob der Vormarsch in diesem Ausmaß weitergehen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Denn weitere Gesetze wurden bereits verabschiedet bzw. sind auf dem Weg; für Händler und Hersteller wird es in Zukunft schwieriger, profitabel zu bleiben, da sämtliche Produkte strengen Richtlinien entsprechen müssen. Dies kostet Geld und könnte dem Boom einen ersten Dämpfer versetzen; die Prognose, dass kleine Händler den Schnitt nicht überleben werden, scheint begründet zu sein.

Umgekehrt gilt: Immerhin sorgen auch schwierige Zeiten für mediale Aufmerksamkeit. Um diese musste die E-Zigarette nämlich lange kämpfen und jetzt, da laut Schätzungen bereits über zwei Millionen Menschen zum Dampfer greifen, scheint der Weg zum Massenmarkt endlich offen zu sein.

An Diskussionsstoff dürfte es also auch künftig nicht mangeln; um die Situation am Arbeitsplatz geht es dabei schon lange nicht mehr, da diese zweifelsfrei geklärt ist und die E-Zigarette nicht unter den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz fällt.

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